Sägesser und Brandau triumphieren beim Urban Cyclocross

Mitten in Zürich lieferten sich bekannte Crossspezialisten und ambitionierte Hobbyfahrer packende Duelle. Die Premiere des Urban Cyclocross, welches die EKZ CrossTour in Zusammenarbeit mit dem Urban Bike Festival in Zürich-West organisiert hatte, war ein voller Erfolg.

Der Schweizer Severin Sägesser und die Deutsche Elisabeth Brandau sind die grossen Sieger des Urban Cyclocross in Zürich. Während Sägesser bereits die Qualifikation in Form eines Rundenzeitfahrens auf dem 1300 Meter langen Rundkurs über künstliche Hindernisse, Treppen, Wiesenabschnitte und den Lettenviadukt für sich entscheiden konnte, zeigte sich Brandau erst im Halbfinale und schliesslich im Finale ganz vorne an der Spitze.

Souveräner Start-Ziel-Sieg von Sägesser

Das Finale der Herren wurde zu einer unerwartet klaren Angelegenheit für Severin Sägesser. Von Beginn an setzte er sich nicht nur an die Spitze sondern er legte direkt einen beachtlichen Vorsprung zwischen sich und die fünf andere Finalisten. „Ich hatte in allen Läufen vor dem Finale immer einen schlechten Start. Dies wollte ich im Finale unbedingt vermeiden. Als ich als erster aus der Kurve kam, gab ich einfach Gas.“ Etwas überrascht war er dann allerdings schon, als er sah, wie gross sein Vorsprung plötzlich war. „Ab da gab es für mich nur noch alles oder nichts und ich zog durch.“ Hinter Sägesser klassierten sich Simon Zahner und Marcel Wildhaber auf den weiteren Podestplätzen.

Starkes Comeback von Marcel Wildhaber

Sehr erfreulich ist auch der dritte Rang von Wildhaber. Exakt vor drei Monaten brach er sich als Gesamtführender der EKZ CrossTour beim letzten Rennen in Meilen das Wadenbein. Mit seinem Comeback beim Urban Cyclocross war er sehr zufrieden. „Es lief ganz gut heute. Nur die Treppen waren etwas heikel für mich. Daher fuhr ich diese runter, wenn es die Rennsituation zuliess. Denn die Sturzgefahr war zu Fuss mit den Veloschuhen grösser. Und da ich mich immer noch im Formaufbau befinde, kann mich mit diesem Resultat sicher sehr zufrieden sein.“

Deutsche Meisterin gewinnt trotz Defekt

Glücklich war im Ziel auch die deutsche Crossmeisterin Elisabeth Brandau. Denn wäre das grosse Finale anstatt über zwei über drei Runden gegangen, wäre sie wohl nicht mehr vorne gewesen. „Die Strecke war sehr technisch und man musste sehr konzentriert fahren. Vor den vielen ungewohnten Hindernissen hatte ich zunächst auch etwas Respekt.“ Prompt hatte die Deutsche bei einem Überholmanöver kurz vor dem Ziel einen Reifendefekt am Vorderrad. „In der letzten Kurve musste ich besonders aufpassen, dass mir das Rad nicht wegrutschte.“ Es reichte aber und Brandau rettete Platz eins über die Linie. „Trotz allem war es aber ein sehr cooler Event. Gerade diese spezielle Kulisste mitten in der Stadt war einer der Gründe, wieso ich hier unbedingt starten wollte“, so die Deutsche. Hinter ihr belegte Nicole Koller Platz zwei und als Dritte überquerte Ilona Peltier aus Frankreich die Ziellinie.

EKZ CrossTour-Präsident Christian Rocha mit erfreulichem Fazit

„Dieser Anlass hat bestätigt, dass wir hier ein wirklich cooles Rennformat kreiert haben. Die Vermischung aus Profis und Hobbyfahrern ist einmalig und die Athleten boten vom Anfang bis zum Schluss spannende Wettkämpfe“, erklärt Rocha. „Man hat gesehen, dass das urbane Publikum in Zürich von dieser Sportart fasziniert ist und zusammen mit dem tollen Wetter und der einmaligen Location durften wir ein wirklich unglaubliches Spektakel erleben.“ Das Rennformat in Form eines Eliminator-Ausscheidungsrennen hat sich also auch im Cyclocross bewährt und es wäre grossartig, wenn es davon im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben würde.

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