Siege für Wildhaber und Egger-Achermann

Die zweite Austragung des Urban Cyclocross Zürich war ein voller Erfolg. Nebst den sportlichen Höhepunkten durch die besten Schweizer Cracks und ausländischen Topfahrern, präsentierte sich das Wetter von seiner besten Seite und so erlebten die zahlreichen Zuschauer auf der Josefwiese und rund ums Lettenviadukt einen hochkarätigen Nachmittag. Als Gewinner gingen am Ende Marcel Wildhaber bei den Herren und Jasmin Egger-Achermann bei den Frauen vom Platz. Nebst dem Wetter waren die Veränderungen an der Strecke im Vergleich zur Premiere im letzten Jahr das zweite grosse Plus des Tages. Die Strecke war sehr kompakt und so waren die Zuschauer hautnah mit dabei, als die Fahrer die verschiedenen spektakulären Hindernisse wie Sandpassage, Wasserbecken, Kleintransportfahrzeug, Pumptrack, Sprünge oder das Lettenviadukt inklusive Treppen passieren mussten.

Marcel Wildhabers Triumph bei den Herren

Ausgetragen wurden die verschiedenen Rennen im Eliminator-Modus. Nach einem Einzelzeitfahren über eine 1360 Meter lange Runde wurden die verschiedenen Gruppen zusammengestellt, die dann jeweils eine Runde lang gegeneinander fuhren. Die besten jedes Laufes kamen so immer eine Runde weiter, bis am Ende nur noch sechs Rennfahrerinnen oder Rennfahrer übrig blieben, die dann das Finale um die ersten sechs Plätze unter sich ausmachten.

Der schnellste im Final der Herren war Marcel Wildhaber. Nach dem Geseamtsieg der EKZ CrossTour im vergangenen Winter konnte er so einen weiteren schönen Erfolg zu seinem Palmarès hinzufügen. „Es war ein cooles Rennen“, erklärte Wildhaber im Ziel. „Ich kam ohne grosse Ambitionen nach Zürich, obwohl ich wusste, dass mir diese Art von Rennen liegt.“ Wildhaber, der zweifacher Schweizermeister im MTB Eliminator ist, konnte seine Stärke schliesslich ausspielen und gewann den Final souverän. „Ich fuhr sämtliche meiner Läufe von vorne. So auch das Finale. Zwar blieb ich dort nicht konstant vorne, doch die Treppe runter konnte ich die entscheidenden Plätze wieder gutmachen, indem ich früher aufs Rad stieg.“ Hinter Wildhaber klassierte sich der Neunte der vergangenen Radquer-Weltmeisterschaften, Simon Zahner, auf Platz zwei. Dritter wurde Nicola Rohrbach und auf Platz vier klassierte sich Vorjahressieger und Schnellster des Rundenzeitfahrens, Severin Sägesser.

Siegreiche Schweizermeisterin Jasmin Egger-Achermann

Obwohl sich die Schweizer Athletinnen und Athleten mit starker Konkurrenz aus dem Ausland messen mussten, war am Ende auch bei den Frauen eine Schweizerin siegreich. Die aktuelle und siebenfache Schweizermeisterin wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und triumphierte beim Urban Cyclocross vor der österreichischen Meisterin Nadja Heigl und der Französin Lucie Chainel. „Ich bin sehr glücklich über meinen Sieg“, so Egger-Achermann. „Ich kam vor allem aus Spass hierher und wollte kein zu hohes Risiko eingehen. Die Hindernisse waren teilweise schon etwas tückisch. Am Ende lief aber alles gut und es war toll, inmitten dieser Stimmung zu fahren.

 

Zufriedener Organisator

Christian Rocha, Präsident der EKZ CrossTour, die zusammen mit dem Urban Bike Festival verantwortlich für die Organisation des aussergewöhnlichen Rennens war, zeigte sich am Ende des Tages sehr erfreut. „Es war grossartig heute. Wir hatten perfektes Wetter und spannende Rennen während des ganzen Nachmittags. Die Veränderungen an der Strecke hatten sich voll ausbezahlt gemacht und wir waren so mittendrin bei den Leuten. Vor allem beim Wasserbecken war bei den Finalläufen eine sehr ausgelassene Stimmung.“

In einem Jahr und erneut anlässlich des Urban Bike Festival in Zürich geht auch das Urban Cyclocross am 7. April 2018 in die dritte Runde. Zukünftige Events im Rahmen der EKZ CrossTour sind Dank der tollen Unterstützung durch die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich EKZ bereits gesichert. Nebst der dritten Austragung des Urban Cyclocross im nächsten Jahr ist auch die EKZ CrossTour in den kommenden Saisons 2017/18 und 2018/19 fix.