Termine, Probleme und Chancen der EKZ CrossTour

Im Rahmen der UCI Radquer-Weltmeisterschaften Ende Januar in Bieles (Lux) hat der Weltradsportverband die Daten des internationalen Kalenders bekanntgegeben. Erneut werden alle fünf Rennen der EKZ CrossTour in der Kategorie C1 ausgetragen. Mit grossem Bedauern musste die Terminkoordination des Weltcups zur Kenntnis genommen werden.

Alle bei der UCI beantragten Termine wurden wie folgt bestätigt:

* Sonntag, 17. September 2017, EKZ CrossTour Baden (AG)
* Sonntag, 15. Oktober 2017, EKZ CrossTour Aigle (VD)
* Sonntag, 29. Oktober 2017, EKZ CrossTour Hittnau (ZH)
* Sonntag, 10. Dezember 2017, EKZ CrossTour Eschenbach (SG)
* Dienstag, 2. Januar 2018, EKZ CrossTour Meilen (ZH)

Bedauern über die Terminkoordination

Besonders die Organisatoren des Auftaktrennens in Baden zeigen sich wenig erfreut. Denn erstmals wird am selben Rennwochenende ein Weltcuprennen stattfinden. Dies in den USA, genauer in Iowa. Die EKZ CrossTour um Präsident Christian Rocha hat von diesem neuen Weltcuptermin, welcher nicht im offiziell kommunizierten Pre-Kalender des Weltcups blockiert war, erst eine Woche vor der WM erfahren.

Eine Verschiebung des Badener Rennens wurde so schnell wie möglich eingehend geprüft: «Wir haben verschiedenste Abklärungen vorgenommen und sind zum Schluss gekommen, dass eine Verschiebung kaum möglich ist. Aber auch sportlich gesehen hätte es keinen Sinn gemacht, da kaum ein Schweizer den sehr teuren US-Trip zum Saisonstart machen wird,» erklärt Rocha die Entscheidung am Datum Mitte September festzuhalten.

«Es braucht eine Reduktion des belgischen Kalenders»

Dennoch bedauert die EKZ CrossTour das Vorgehen der UCI. «Wir unterstützen das Expandieren in die USA. Die beiden US-Weltcups Iowa und Waterloo hätten jedoch um eine Woche zurückversetzt werden können,» sagt Rocha. Weil so aber das erste grosse Rennen der belgischen Serie «Superprestige“ tangiert gewesen wäre, habe die UCI davon abgesehen. «Doch genau das bräuchte der Radquersport – eine Reduktion des belgischen Kalenders», zeigt sich Rocha unzufrieden.

Sollte die Globalisierung des Radquersports nicht bloss eine Floskel sein, gilt es den belgischen Kalender zu reduzieren und mehr Platz zu schaffen für Organisatoren aus Ländern wie Frankreich, Italien, Deutschland, Tschechien oder Schweiz.

Gute Zusammenarbeit und Trainingslager in Aigle

Die EKZ CrossTour will mit ihrer Haltung nicht zu einer Schelte gegen die UCI ansetzen. Sie will die Probleme aber offen thematisieren und damit eine bereits in den letzten Jahren mehrfache geführte Diskussion neu lancieren. Es braucht einschneidende Veränderungen im Kalender, um den Crosssport langfristig international wieder ausgeglichener zu gestalten.

Des Weiteren möchte sich die EKZ CrossTour bei der UCI und insbesondere bei der Radquer-Koordinatorin Christelle Reille bedanken. Im Dialog mit den französischen Verband FFC hat Reille einen enormen Effort geleistet. Dieser sollte dazu führen, dass in der übernächsten Saison 2018/2019 keine Terminkollision mehr mit dem französischen Coupe de France besteht.

Ebenfalls freut sich die CrossTour und das OK der zweiten Etappe in Aigle, dass das jährlich stattfindende UCI-Trainingscamp in der Woche vor der EKZ CrossTour Aigle stattfindet wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, aus zehn bis 15 Nationen, werden zum Abschluss am Rennen starten.