Zukunft des Badener Radquers bis 2020 gesichert

Das Radquerspektakel Süpercross Baden, welches seit 2014 zur internationalen Rennserie EKZ CrossTour gehört, erhielt von der Stadt Baden eine Rahmenbewilligung für die Jahre 2016 bis und mit 2020.

Die Zukunft der EKZ CrossTour Baden war ungewiss. Die 2012 ausgesprochene Dreijahresbewilligung lief mit der bevorstehenden fünften Austragung am Sonntag, 13. September 2015, aus. Der organisierende Verein Süpercycling Baden konnte dank der konstruktiven Vermittlung durch Stadträtin Ruth Müri und Sportkoordinator Andres Greter nun eine alternative Streckenführung und somit eine Kompromisslösung finden. Der Bewilligungsantrag von Seiten der Organisatoren wurde vom Stadtrat gutgeheissen.

Anlass zur unsicheren Zukunft des Radcrosses auf der Badener Baldegg gab die Streckenführung unterhalb der Liegehalle. Rund zweihundert Meter der Streckenführung, wie auch der durchs internationale Reglement notwendige Waschplatz, lagen auf einer Magerwiese. Dieser Verstoss gegen die BNO (Bau- und Nutzungsordnung) führte zur Diskussion über das weitere Bestehen der Veranstaltung, welche seit 2014 der Vereinigung „Aargau Top Sport“, den sieben grössten jährlich stattfindenden Sportveranstaltungen im Kanton Aargau, angehört.

Minimal-Befahrung gestattet

Aufgrund der Vorgaben des internationalen Radsportverbands UCI und der äusserst knappen Platzverhältnisse auf der Baldegg war es ein schwieriges Unterfangen, eine neue, reglementskonforme Streckenführung zu finden. Nach verschiedenen Gesprächen mit diversen Beteiligten sprach sich die NUK (Natur- und Umweltkommission) dafür aus, dass eine Minimal-Befahrung der Magerwiese gestattet ist. Somit war der Weg frei, um eine neue Streckenführung, inklusive zwei Wechselzonen und einem Waschplatz, zu finden. Die Charakteristik des für die Zuschauer äusserst attraktiven Parcours kann nun erhalten bleiben.

Erleichterung und Zufriedenheit auf beiden Seiten

Christian Rocha, der Präsident des 12-köpfigen Organisationskomitees und Kopf der Schweizer EKZ CrossTour, zeigt sich nach Monaten der Unsicherheit erleichtert: „Wir sind froh, dass nun Klarheit herrscht. Für uns als Verein, für die Stadt Baden, aber auch für den nationalen und internationalen Radquersport ist das eine sehr wichtige Entscheidung. Mit Verzögerung können wir uns voller Engagement unserer fünften Austragung am 13. September widmen.“ Rocha spricht Stadträtin Ruth Müri und Sportkoordinator Andres Greter ein positives Zeugnis aus: „Ohne ihren Einsatz, ihre Vermittlung und ihre konstruktiven Ideen wäre diese Kompromisslösung nicht zu Stande gekommen.“

Stadtammann Geri Müller als Präsident der Natur- und Umweltkommission bringt es auf den Punkt: „Wir haben hier eine ökologisch tragfähige Lösung gefunden und sind überzeugt, dass der Veranstalter seine Verantwortung wahrnimmt. Es zeigt sich einmal mehr, dass faires Verhandeln für beide Seiten zum Erfolg führt.“

Süpercycling Baden wird die neue Streckenführung bereits bei der fünften Austragung am 13. September 2015 umsetzen.